Special Purpose Visitenkarte - Rückseite Bodo Priesterath

Special Purpose Visitenkarten

Wer kennt das nicht, sie waren auf einer Netzwerkveranstaltung, haben jede Menge interessanter Gespräche geführt und stehen nun vor dem Problem, die Visitenkarten den einzelnen Köpfen zu zu ordnen?

Leider muss ich selbst immer wieder feststellen, dass es mir nur unzureichend gelingt und gerade bei Messen oder Visitenkartenparties viele der erhaltenen Karten abgelegt werden, da ich sie beim besten Willen keiner Person zuordnen kann. Da ich davon ausgehe, dass es meinen Gesprächspartnern nicht viel anders geht, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man dieses Problem elegant umgehen kann.

Wer hat eigentlich gesagt, dass man nur eine Visitenkarte haben darf?

Ist es nicht viel mehr sinnvoll, die Visitenkarten den Anforderungen bestimmter Situationen anzupassen? 

Ganz bestimmt ist dies so!

Aus der obigen Fragestellung ergibt sich eine ziemlich naheliegende Lösung. Wenn sich Menschen einfacher Bilder bzw, Gesichter anstatt Namen merken können, warum beachten dies nur wenige bei der Visitenkarte? 

Mein Tipp für diese Art "Special Purpose Visitenkarte":

Drucken Sie unbedingt Ihr Bild auf die Visitenkarte. Damit die Firmen CI nicht durchbrochen wird, nutzen Sie hierfür doch einfach die Rückseite , vielleicht sogar verbunden mit einer persönlichen Aufforderung.

Hier mein Beispiel:Special Purpose Visitenkarte - Rückseite Bodo Priesterath
Meine Erfahrung sind durchweg positiv und ich kann jeden nur ermuntern hierüber nachzudenken. Ich setze diese Art der Visitenkarte primär dann ein, wenn ich persönlich mit dem Empfänger Kontakt hatte. 

Interessant ist auch der Nebeneffekt, dass es zu vielen Zweitkontakten kommt. Wohingegen die Seite mit den eigentlichen Kontaktdaten wenig Beachtung erhält – da jedermann dies kennt – ist es sehr interessant, dass über diese Art der Visitenkarte gesprochen wird und es so auch zu neuen Kontakten über die Fragen zur Visitenkartengestaltung kommt. Die Resonanz ist bisher zu 100% positiv!

Mein Rat:
"Seien Sie mutig und stehen Sie zu Ihrem Gesicht, es hilft Ihnen beim erfolgreichen Kontaktemachen mehr als Sie auf den ersten Blick vielleicht vermuten!"

Hand mit Visitenkarte

Die Visitenkarte – des Netzwerkers Arbeitsmittel

Die Visitenkarte zählt unbestritten zu den Basiswerkzeugen, die jeder Netzwerker haben muss!

Obwohl im Zeitalter des Internet 2.0 an allen Ecken und Enden der Eindruck erweckt wird, dass die gedruckte Visitenkarte tot ist, so möchte ich hier das Gegenteil behaupten. Sicher, die "neuen" Lösungen sind häufig schneller und zum Teil bereits automatisiert aber sind sie auch wirkungsvoller?

Hand mit VisitenkarteWerfen wir doch einmal einen Blick nach Japan, das allem technischem sehr aufgeschlossen ist. Hier ist die gedruckte Visitenkarte immer noch vorhanden, obwohl ein Leben ohne Smartphone kaum vorstellbar ist. Wahrscheinlich ist es gerade der ruhige Charm des gedruckten Papiers, der es überleben lässt. Eine Visitenkarte wird in Japan nicht einfach verteilt, sondern man zelebriert regelrecht die Übergabe, indem man sie immer mit beiden Händen und dem Bewusstsein übergibt, dass man dem Empfangenden ein wertvolles Geschenk macht.

Wie anders stellt es sich in unserer westlichen Welt häufig dar. Visitenkarten werden als Streuartikel benutzt und man verkennt die ihr innewohnende Kraft und degradiert sie zum reinen Träger von Adressinformationen – häufig gepflastert mit unnötigen Werbebotschaften. Mitunter sind diese so dominant, dass die eigentlichen Kontaktdaten regelrecht in der Informationsflut untergehen.

Damit Ihre Visitenkarte die optimale Wirkung im Bereich des Netzwerkens bzw. Empfehlungsmarketing entfaltet kann, möchte ich Ihnen nun einige Anregungen für den Aufbau Ihrer Visitenkarte geben.

Ich möchte hierbei dem Wahlspruch" Form follows Function" folgen.

Welche Funktion hat die Visitenkarte im Empfehlungsmarketing?

Warum habe ich das Beispiel aus Japan erzählt? Weil es genau den Kern trifft!
Mit einer Empfehlung mache ich dem Empfänger ein Geschenk, denn ich übergebe mit der Visitenkarte eine wertvolle Information, die dem Empfänger einen – hoffentlich hohen – Nutzen spendet. Die Visitenkarte könnte sogar noch mit einer persönlichen Botschaft versehen werden um den Nutzen weiter zu steigern. Möchten wir dies Ergebnis erreichen, so ergeben sich hieraus einige Anforderungen an den Aufbau und die Gestaltung einer Visitenkarte.

Wie ist die Form einer für das Netzwerken geeigneten Visitenkarte?

Die grafische Gestaltung wird in der Regel durch die CI – Corporate Identity- vorgegeben, so dass ich hier keine Anmerkungen machen möchte, ausser das weniger häufig mehr ist.

Vielmehr möchte ich Empfehlungen für den Aufbau und technische Aspekte geben. Machen wir uns bewusst, wie Visitenkarten transportiert bzw. aufgehoben werden. Das Mittel der Wahl sind hier häufig Visitenkartenbücher in denen die Karten gut geschützt in kleinen Fächern liegen. Hieraus ergeben sich bereits die ersten Restriktionen. Als Größe sollte immer die Normgrösse von 85x55mm gewählt werden. Ebenso sollte man sich die Frage stellen, ob man wirklich Klappvisitenkarten benötigt. Persönlich würde ich eher hiervon abraten, da sie nur schlecht in die Fächer passen und darüber hinaus auch eine gewisse Aktion vom Empfänger erfordern, weil er sie erst aufschlagen muss um alle Informationen zu erfassen.

Einigen wir uns deshalb auf einfache, zweiseitige Visitenkarten in der Größe 85x55mm als Mittel der Wahl.

Welche Materialien sind geeignet?
Ein immer wieder vorkommendes Ärgernis sind glänzende Visitenkarten, die mit Drucklack überzogen sind. Diese "verkleben" nicht nur mit den Fächern, sondern lassen sich nach einiger Zeit kaum noch ohne Beschädigung entnehmen und hinterlassen häufig Reste in den Fächern. Diese Nachteile gelten leider auch für die innovativen Karten aus Plastik oder anderen hightech Materialien. Insofern empfehle ich Karten aus unlackierten Papier mit einer Mindeststärke von 300g/m2 (besser 400g/m2) Bilderdruck matt im Digitaldruck oder im Offsetdruck hergestellt.

Jetzt die abschliessende Frage, sollten beide Seiten bedruckt werden?

Hier scheiden sich die Geister. Es gibt sowohl Argumente dafür die Rückseite zu bedrucken als auch dagegen. Persönlich empfehle ich, die Rückseite rein weiss zu lassen oder nur einen kleinen dezenten Slogan auf dem unteren Rand zu platzieren.

Nach meiner Auffassung gehört die Rückseite dem Empfänger oder Übermittler. Hier soll er die Möglichkeit haben, Notizen zu machen, warum es sich um einen lohnenswerten Kontakt handelt oder wo und von wem er die Karte erhalten hat.

Erinnern wir uns, die Übergabe einer Visitenkarte sollte einen Mehrwert für den Empfänger haben und idealerweise mit einem persönlichen Aspekt verknüpft werden. Wie liesse sich dies besser und einfacher umsetzen als durch eine persönliche Botschaft auf der Visitenkarte? Diese Botschaft ist sicher mehr wert, als alle aufgedruckte Werbung, die Sie sich im Vorhinein ausdenken können.

Fassen wir zusammen:
Die – nach meiner Ansicht – für das Empfehlungsmarketing am besten geeignete Visitenkarte hat den folgenden Aufbau:

85x55mm Größe, 1 Seiten, 4/0 farbig, Bilderdruck matt auf 400g/m2 Papier


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Hand mit Visitenkarte

Was die Visitenkarte über Sie verrät

Es ist immer wieder überraschend, wie wenig die eigene Visitenkarte von einigen Unternehmern beachtet wird.

Warum ich das schreibe?
Ich habe auf einem Geschäftstreffen wieder einmal die Adresse eines empfehlenswerten Handwerkers bekommen. Im Gespräch hatte der Herr einen sehr guten Eindruck gemacht und ich wollte den Kontakt nicht abreissen lassen. Umso überraschter war ich, als ich in der Nachbereitung des Treffens seine Karte näher in Augenschein nahm.